Kunst & Kultur

Was Netzkulturen von ikonischen Symbolen der Popmusik lernen

Hoppetosse
Henry Steinhau
Emoticons und Emojis sind global verständliche grafische Zeichen – und längst alltägliche Kulturtechnik. Mittendrin entfalten die eigenständigen und kraftvollen Symbole der Popmusik ihre Wirkung, ich sag nur: Stones-Zunge, Prince, Heartagram – und viele mehr. Heute sind auch Netzkulturen Pop – und sie können von den Pop-Symbolen so einiges lernen.
In der Popkultur finden sich seit etwa 60 Jahren zahlreiche Symbole, die zu Brands wurden – und vice versa. Also eigenständige grafische Zeichen, die etwas erzählen, die für etwas stehen, die die Ikonographien (des Pop) prägten, und die mithin auch als digitales Icon taugen – sogar als winziges Favicon in der Browserzeile: Die lasziv-provokative Zunge der Rolling Stones, das religiös-romantische Heartagram von HIM, das lyrische multigender-Love-Symbol von Prince, die archäologisch-prophezeierische Figur der Einstürzenden Neubauten, die widerständig-kämpferische BlackMan-in-Zielscheibe-Silhouette von Public Enemy … um nur einige wenige der prägnantesten zu nennen. Sie stehen sowohl für den Markenkern eines Pop-Brands – der wiederum für das Anliegen der Künstler*innen steht – , als auch für aufschlussreiche Geschichten, für eine „Message“, für Emotionen, für Intentionen. OK, die einstige Bedeutung von Musik als Mutter der Popkultur mag schwinden, aber sie verschwindet nicht. Das ist etwa an der K-Pop-Kultur zu sehen, die mit Symbolen nachweislich viel anzufangen weiß und anschlussfähig zu neuen Netzkulturen ist. Längst gelten weitere Genres als Pop, wie Film, Serien und Games, oder auch Memes und Gifs. In diesen und anderen netzlastigen Sub-/Kulturen repräsentieren Künstler*innen und Kreative den Pop, ob nun  Influencer*innen, Blogger*innen, Podcaster*innen oder Poetry-Slammer*innen und Comedians. Aber haben sie Symbole? Ja, manche schon. Na, gut, einige. Aber wer kennt schon deren Symbole? Und warum nicht? Die Frage lautet also: Was können heutige Pop-Ikonen von „altbekannten“ und richtig guten Symbolen der Popmusik lernen?  Was können sich Netzkulturen abgucken? Was macht ein gutes Pop-Symbol aus? Und hilft KI? (Spoiler: Nein! :-)) Die interaktive, multimediale Präsentation bezieht das Publikum mehrfach und spielerisch mit ein, analog und digital (via Smartphone-Voting): beim Zuordnen und Beschreiben der Künstler:innen und Geschichten hinter den Pop-Symbolen, beim Aufspüren von Pop-Symbolen der Netzkultur und beim Ranken der coolsten Pop-Symbole der Zukunft.

Additional information

Type Vortrag
Language English

More sessions

Pending
Kunst & Kultur
Anan Fries, Malu Peeters
Location: Arena Club – Media Parcours Der virtuelle Essay ist die zärtliche Reise in den Bauch eines schwangeren Posthumans. [PW] ist die autotheoretische Erkundung einer nicht-normativen Schwangerschaft und des Wunsches, Gemeinschaft im Anderssein zu finden. Spekulation mit einer Zukunft, in der alle Körper schwanger sein können.
Pending
Kunst & Kultur
Nadine Kolodziey
Location: Glashaus Augmented Cashflow AR installation to be accessed over qr codes/ mobile devices.
Pending
Kunst & Kultur
Susan Buckow
Location: Glashaus Eine Lasercut-Installation rund ums Thema Geld - Geld mal nicht gedruckt, sondern ausgebrannt. .. A lasercut installation featuring (literally) burned out money art.
Pending
Kunst & Kultur
Jasmin Scharrer, Alexander Ebert, Isabell Prugger, Lena Müller, Gerd Scholl
Location: Badeschiff Kartenhaus Beichte deine Klimasünden! Mit dem performativen und informativen Sonderprogramm CARBON CONFESSIONS hast du die Gelegenheit, mit einem echten Klima-Beichtvater über deine Unzulänglichkeiten und die der Politik und Gesellschaft zu sprechen. Einfühlsames Verständnis ist hier so sicher wie das Amen in der Kirche.
Pending
Kunst & Kultur
kathrin hunze
Location: Gather.Town "Data Me" ist eine Serie, die sich mit postdigitalen Lebensformen von Natur, Mensch und Maschine im digitalen Raum auseinandersetzt. Die Videoarbeit DataMe:DataHorse hinterfragt den glücklichen virtueller Körper, der unermüdlich als Datenpferd für Algorithmen im Netz arbeitet.
Pending
Kunst & Kultur
Funbot & Fieser, Funbot & Fieser
Location: Outdoor For the re:publica '23 we'll build an installation of 3D sculptures that are only visible through AR. Visitors will be able to access the installation by logging into our user interface through a QR code. By using their smartphone cameras to scan various images on the exhibition space, they will be able to view AR sculptures
Pending
Kunst & Kultur
Maxim Shchapov
Ludus Ex Machina is an art game prototype and installation, created to test the capabilities of AI in game-making, as well as to explore new ways of playing with the machine through unusual interfaces.