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Antisemitismus auf "Anti-Corona-Demonstrationen" am Beispiel Bamberg

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Constantin Ganß
Der Vortrag soll auf "Anti-Corona-Demonstrationen" verbreiteten Antisemitismus aufmerksam machen. Zunächst wird in die zugrunde liegenden antisemitischen Erklärungsmuster und Denkweisen eingeführt. Danach wird Bamberg als "Case-Study" untersucht. Hierbei werden das Demonstrationsfeld und in Bamberg gehaltene Reden analysiert.
Seit das Auswärtige Amt am 17. März Einreisestopps sowie eine weltweite Reisewarnung bekanntgegeben hat und seit am 22. März die ersten Kontaktbeschränkungen wirksam wurden, ist die Covid-19-Pandemie im alltäglichen Bewusstsein der Menschen in Deutschland angekommen. Das Problemfeld Antisemitismus blieb hiervon nicht unberührt –im Gegenteil. Zunächst brach sich Antisemitismus unter Corona-Bedingungen in Form von Verschwörungsideologien Bahn, die vor allem über das Internet verbreitet wurden. Jüdisches Leben wurde dort online angegriffen, wo es selbst verstärkt in Online-Formaten stattfand. Dabei ist es jedoch nicht geblieben. Auf Demonstrationen der »Corona-Rebellen«, von »Querdenken« und Attila Hildmann traten die kruden antisemitischen Verschwörungsideologien offen zu Tage, die in Teilen der deutschen Bevölkerung bereits angelegt waren und durch die Pandemie zusätzlichen Auftrieb erhalten hatten. Der Vortrag will die Entwicklungen um die »Anti-Corona-Demonstrationen« und den dort formulierten Antisemitismus am Beispiel Bamberg empirisch untersuchen und führt zu diesem Zweck zunächst in die zugrunde liegenden antisemitischen Erklärungsmuster und Denkweisen ein. Es werden insbesondere das Demonstrationsfeld und die auf den Demonstrationen gehaltenen Reden analysiert. Constantin Ganß studiert Geschichte und Politikwissenschaften in Bamberg und hat seinen Freiwilligendienst in der Weltholocaustgedenkstätte Yad Vashem und bei Amacha absolviert. Er ist Sprecher des Jungen Forums der Deutsch Israelischen Gesellschaft Bamberg und engagiert sich gegen Antisemitismus.

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Type Talk
Language German

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