Session
Programm #rpREMOTE
re:mote

Das Virus, der blaue Planet und das Netz

ASAP 1
Bernhard Pörksen
Das Bild des blauen Planeten – Ikone der Umwelt- und Klimabewegung und seit gut 50 Jahren bekannt – hat unser Bewusstsein verändert, aber unser Handeln nicht entscheidend transformiert. Das Bild des Corona-Virus – gerade seit ein paar Monaten publik – hat hingegen eine Angstrevolution im Weltmaßstab ausgelöst und die atemberaubende Beweglichkeit und Lernfähigkeit von Individuen und ganzen Gesellschaften demonstriert. Woran liegt das?

Welche Krise erschüttert uns und führt zur Verhaltensänderung? Welche nicht? Wie lernen Kulturen? Und kann der Wechsel von der persönlichen Angst zur globalen Empathie gelingen?

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen zeigt durch den Vergleich von Klimakrise, Flüchtlingskrise und Viruskrise, wie gesellschaftsverändernde Resonanz entsteht und was unser Bewusstsein tatsächlich ergreift und verändert. Er beschreibt die aktuelle Pandemie als einen gigantischen Zivilisationstest mit offenem Ausgang und kritisiert die aktuelle Zeit- und Zukunftsdiagnostik der frommen Wünsche, die vorschnell ein neues Denken, ein neues Handeln und ein neues Miteinander feiern. Vielmehr werde die „paradoxe Gleichzeitigkeit des Verschiedenen“ sichtbar, die unseren persönlichen Einsatz und individuelles Engagement fordert. Seriöse Information, irrwitzige Verschwörungstheorien, bemühte Positiv-Meldungen, brutaler Egoismus und berührende Solidarität – all das ist jetzt gleichzeitig erlebbar, auf einem einzigen Kommunikationskanal präsent. Das Netz, so Pörksen, wirkt wie Neonlicht. Und wir sind, weltweit verbunden und vernetzt, in ein Universum der grellen Kontraste hinein gestürzt.

Ein Vortrag über die Macht der Bilder, typische Angstreflexe des Menschen und das Netz als Medium der radikalen Differenzerfahrung.

Additional information

Type Talk
Language German
Live translation Yes

More sessions

5/7/20
re:mote
Andreas Gebhard, Jeannine Koch, Alexandra Wolf, Markus Beckedahl
ASAP 1
Welcome everbody! Schön, dass ihr einschaltet zu unserer ersten digitalen Ausgabe der re:publica 2020 #rpRemote.
5/7/20
re:mote
Maja Göpel, Daniela Jacob, Friederike Otto, Henning Krause
ASAP 1
Die Klimakrise ist in vollem Gang, ihre Auswirkungen werden in vielen Regionen der Welt spürbar. Gleichzeitig dringen die Ergebnisse der Klimaforschung kaum an die Politik und Teile der Gesellschaft durch. Was deshalb zu tun ist, diskutieren drei Wissenschaftlerinnen, die in unterschiedlichen Rollen den Diskurs rund um die Klimakrise mit gestalten.
5/7/20
re:mote
Katharina Baartz, René Worlitzer
re:work
Dezentrale Arbeitsorte von Teams und trotzdem gut informiert sein und miteinander kommunizieren? Das ist für uns Normalität: Für die Berliner Stadtreinigung arbeiten rund 5.600 Kolleginnen und Kollegen, in 68 unterschiedlichen Berufen, verstreut in der ganzen Stadt. Um zeitgleich sowie ortsunabhängig Informationen vom Unternehmen zu erhalten und uns auszutauschen, nutzen wir seit 2018 eine Mitarbeiter-App. In dieser Session berichten wir von unseren Erfahrungen und geben anschauliche ...
5/7/20
re:mote
Janina Voigt, Björn Scheuermann, Julia Kloiber
ASAP 2
As global communities respond to the COVID-19 pandemic, there has been an increasing emphasis on public health strategies, like social distancing measures, to slow the rate of transmission.
5/7/20
re:mote
- Rezo -, Markus Beckedahl
ASAP 1
Vor einem Jahr katapultierte sich Rezo mit dem Video „Die Zerstörung der CDU“ in die mediale und politische Öffentlichkeit. Wir blicken mit ihm auf seine Arbeit und sein Selbstverständnis als Künstler, der auch eine politische Meinung vertritt. Und schauen zurück, was sich im vergangenen Jahr für ihn verändert hat.
5/7/20
re:mote
Daniela Jacob, Henning Krause
Deep Dive 1
Ihr wolltet schon immer mal mit Daniela Jacob und Henning Krause ins Gespräch kommen ? Jetzt ist die Gelegenheit! Schaltet euch dazu, stellt eure Fragen live oder remote per Mentimeter
5/7/20
re:mote
Claudio Gallio, Thomas Ramge
re:work
4000 m2 Agenturfläche mit allem drum & dran, die Infrastruktur steht noch. Aber alle sind zuhause und arbeiten im berühmt-berüchtigten Homeoffice. Die Aufträge gehen nicht aus – aber wie funktioniert kreative Zusammenarbeit im Zeitalter der Distanzierung? Welche (veränderten) Prozesse werden notwendig? Was heißt Zusammenarbeit, wenn man*frau räumlich getrennt ist? Wie kann Wissenstransfer gewährleistet werden? Und wie funktioniert Motivation und Führung aus der Distanz?